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Stoffwechselanalytik: Bedeutung, Möglichkeiten und Potenziale als diagnostischer Bestandteil ganzheitlicher Therapiekonzepte

Bestandsaufnahme

Luft ist Leben – diese Aussage wird niemand bezweifeln . Über den Atem lassen sich Abläufe im menschlichen
Organismus gut darstellen. Denn die Atemluft steht in der Atmosphäre, weltweit, recht gleichmäßig zur
Verfügung. Sie enthält als Hauptbestandteile 78 % Stickstoff (N2), 21 % Sauerstoff (O2), Wasserdampf und
verschiedene Edelgase sowie 0,04 % Kohlenstoffdioxid (CO2). Der Mensch setzt bei der Atmung einen Teil des in
der Atemluft enthaltenen Sauerstoffs in Kohlenstoffdioxid um. Die Ausatemluft enthält weiterhin 78 % Stickstoff
(N2), aber weniger Sauerstoff (O2) und mehr Kohlenstoffdioxid (CO2) als die eingeatmete Luft, sowie rund 2 %
andere Bestandteile.

Der Unterschied von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid, von der eingeatmeten zur ausgeatmeten Luft, ist von
Person zu Person unterschiedlich, dadurch kann die Stoffwechselleistung des Menschen auf diesem Weg sehr gut
bestimmt werden.

Gase können durch hochwertige Technik sehr genau gemessen werden, was dazu führt, dass Atemgasmessungen
bei einem Menschen reproduzierbar und wissenschaftlich nachvollziehbar sind.

Der Stoffwechsel ist die Fähigkeit über Nahrung und eingeatmete Luft in den vielen Billionen Körperzellen Leben
zu generieren. Würden wir das Essen oder das Atmen einstellen, wäre es mit dem Leben schnell vorbei.

Dabei sind – einfach ausgedrückt – die menschlichen Körperzellen mit einem Automotor vergleichbar. In der
menschlichen Zelle läuft ein Verbrennungsvorgang ab, wie bei einem Motor. Dadurch entsteht Energie (Leben), die
bei jeder Zelle in Millivolt messbar ist.

Während der Automotor nur eine Brennstoffquelle, das Benzin, hat, verfügt der Mensch, vereinfacht ausgedrückt,
über zwei Brennstoffquellen: Zucker und Fett (Eiweiß ist ein Baustoff). Wie effektiv ein Motor arbeitet,
kann man an den Verbrennungsabfallstoffen (Flüssigkeiten und Gase) erkennen. Deshalb wird bei einem Auto auch
eine Abgassonderuntersuchung (ASU) vorgenommen, mit dem Ziel, den Motor op- timal einzustellen. Beim
Menschen spricht man jedoch von Oxidation und weniger von Verbrennung, da durch den Vorgang der
Energiegewinnung in der Zelle keine Wärme entsteht.

 

Der Mensch atmet die angefallenen Gase des Energiestoffwechsels über die Lunge aus. Wird der Atem gemessen,
lässt sich an der Zusammensetzung sehr genau erkennen, welche Brennstoffquelle die Person für die
Energiegewinnung benutzt. Das kann entweder fast ausschließlich Zucker oder Fettsäuren oder eine Mischform
sein. Entsprechend ändern sich die abgeatmeten Gase CO2 und O2.

 

Moderne Stoffwechselanalyse-Systeme verfügen über feinste Sensoren, mit denen sich der Atem des Menschen
genau analysieren lässt. Wird überwiegend Fett verbrannt, verliert die gemessene Person Körperfett. Bei
übermäßiger Zuckerverbrennung kommt es jedoch zur Zunahme von Körpergewicht. Über kein anderes
Messverfahren kann dies so genau ermittelt werden.

 

Bestandsaufnahme

Eine Stoffwechselmessung, über die Analyse des Atems, kann entweder unter körperlicher Belastung oder in
Ruhesituation durchgeführt werden. Bei einer Messung unter steigender Belastung (Spiroergometrie) wird
untersucht, wie sich das Brennstoffpro􀀁l z.B. Zucker/Fett mit zunehmendem Puls und Atemvolumen verändert;
und wird als Respiratorischer Quotient (RQ – Mischverhältnis Zucker/Fett) ausgewiesen. Bei einer Ruhemessung
ist das Messverfahren iden-tisch. Jedoch ist die Zielsetzung eine andere. Es soll nicht die optimale
Fettverbrennung während des Trai- nings und die Leistungsfähigkeit der Person ermittelt werden, sondern die
Brennstoffzusammensetzung im Alltag. Anders als beim Leistungssportler ist bei einer Person, die dreimal pro
Woche eine Stunde trainiert, die Verbrennung während des Trainings für den Ab- nehmprozess weniger
entscheidend. Viel wichtiger ist, ob die Person im Alltag und während der Ruhephasen Fett verbrennt.

 

Beide Messverfahren in einer Messtechnologie zu vereinen, ist nur sehr bedingt möglich. Dies hat damit zu tun,
dass die Atemgasmessung auf die Intensität der Atmung abgestimmt wird. Diese setzt sich aus den Parametern,
Anzahl der Atemzüge pro Minute, Atemvolumen pro Minute und Atemdruck zusammen. Es ist ein erheblicher
Unterschied, ob unter Belastung, mit einem Puls von 100 Schlägen pro Minute aufwärts oder unter
Ruhebedingungen, bei einem Puls zwischen 40 und 60 Schlägen pro Minute, gemessen wird. Die Messsensoren
müssen auf die Intensität der Atmung abgestimmt werden. Deshalb ist eine Messung des Ruhestoffwechsels mit
einem Spiroergometer (Belastung ausgerichtet) nicht wirklich aussagekräftig und umgekehrt. Auch wenn mancher
Anbieter gerne aus Verkaufsgründen etwas anderes behauptet.

 

Quelle

www.doctaris.com

Autor: Carsten Stockinger, e-scan diagnostik e.K.

Ruhe-Stoffwechselmessung: Durchführung und Aussagen

Sroffwechsel Messung Ruhe

Die Messung wird so durchgeführt, wie die meisten Menschen den größten Teil des Tages verbringen. In einer bequemen Sitzposition und nicht beim Betreiben von Sport. Der Proband atmet entspannt einige Minuten über ein spezielles Mundstück aus und ein. Dabei wird jeder einzelne Atemzug gemessen. Der Kunde muss sich nicht entkleiden oder anstrengen. Eine spezielle Software wertet die Daten aus dem Messsystem aus und macht den individuellen Stoffwechsel anschaulich.

 

Sie sehen, ob der Patient derzeit Körperfett auf- oder abbaut. Aber auch seine Leistungsfähigkeit ist direkt mit dem Stoffwechsel verbunden. Es lässt sich erken-nen, wie viel Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft bis zu den Zellen vordringt. Sauerstoff ist für eine gute Verbrennungsleistung sehr wichtig. Kein Feuer wird ohne Sauerstoff ordentlich brennen. Die Stoffwech- selmessung durch den e-scan ist nicht nur für das Gewichtsmanagement sehr hilfreich, sondern zeigt auch gesundheitliches Risiko auf.

 

Stoffwechselmessung unter Belastung : Durchführung und Aussagen

Wie bereits beschrieben, besteht zwischen einer Stoffwechselmessung unter Ruhebedingungen oder unter Bewegung (Leistung) ein erheblicher Unterschied. Bei einem Leistungstest sind andere Werte relevant als bei einer Ruhemessung. Bei einer Ruhemessung werden die Messdaten unter konstanten Bedingungen (sitzen oder liegen und gleichmäsig atmen) erhoben. Bei einer Leistungsmessung ändert sich die Messbedingung mit zunehmender Belastung. Dies bedeutet: Bei der Ruhemessung können die Messdaten in absoluten Prozentanteilen ausgewiesen werden. Bei einer Leistungsmessung ist die Veränderung der Atemgase in Bezug des geatmeten Vo- lumen von Bedeutung und werden als Verlaufskurve dargestellt.

 

Beim Messsystem e-scan zum Beispiel werden die Daten je nach Testverfahren unterschiedlich erfasst und durch verschiedene Auswertungen verdeutlicht. Durch eine Leistungsmessung kann sehr gut der Fitnessstand und damit indirekt der gesundheitliche Zustand einer Person ermittelt werden. Dadurch werden Verbesserungen durch Training oder Behandlungen sichtbar gemacht. Durch die Leistungsmessung haben Sie eine fundierte Basis für die Erstellung eines Trainingsplans. Sie können aber auch auf Basis der Messdaten einen Leistungssportler optimal auf das Training- und den Wettkampf vorbereiten.